Donnerstag, 9. Dezember 2010

Krieg der Welten

Jetzt ist er da, der Information War. Lange ist er beschworen worden, immer als eine Version der freien Welt gegen die Anderen, gerne auch Achse des Boesen genannt. Doch jetzt ist er ausgebrochen, und er ist ein Krieg der anderen Art; nichts mehr und nichts weniger als die Freiheit der westlichen Welt steht auf dem Spiel, und sie ist nicht zu verteidigen, sie ist erst noch zu erringen.
Wikileaks heisst das Schlachtfeld, und jeder ist Kombatant, ob er will oder nicht.

Was passiert ist, ist genau das was die 'westliche' Welt gerne exklusiv auf der Seite der Achse des Boesen sehen wollte: nichts ist mehr geheim. Jeder kann sich informieren.

Belanglose Nebensaechlichkeiten und harte Fakten

Ob jetzt der deutsche Aussenminister so unfaehig ist wie er schon immer gewirkt hat oder die Kanzlerin wenig entscheidungsstark, bringt uns wie schon oft beschrieben, nicht in Schwierigkeiten. Was andererseits auf diplomatischer Ebene an unappetitlichem Kuhhandel getrieben wird, haben viele auch schon geahnt, nun ist der Beweis vorhanden. Aber haben wir nicht das Recht zu erfahren, wie unsere gewaehlten Volksvertreter mit ihrem Mandat, der nichts weniger ist als der Auftrag, uns nach besten Wissen und Gewissen zu regieren, umgehen? Und wie sollen wir das beurteilen koennen, wenn uns nicht alle Informationen zur Verfuegung stehen...?

Ein Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger, ein Volksvertreter verkauft das Volk.

Werden jedoch Fakten auf den Tisch gelegt, ist es mit der vielbeschworenen Freiheit nicht mehr weit her. Das Geschrei nach Datensicherheit und Datenschutz von staatlicher (und auch von der Finanzwelt und anderen mafioesen Gruppen) war schon ein gewaltiges Brausen. Und warum? Weil ploetzlich jeder hinter die Maske der nett laechelnden und haendeschuettelnden Fuehrern unserer Zeit blicken kann - und sich unsere 'kleinen' Kaiser und Moechtegernstaatsfuehrer nackt fuehlen, so nackt wie eben der Kaiser aus dem Maerchen, dessen unsichtbare Kleider ploetzlich verschwunden sind.

 Meine Damen, meine Herren, wer nichts zu verbergen hat, hat doch auch nichts zu befuerchten...

... war das nicht immer das Totschlagargument, wenn es um den Datenschutz der Euch Schutzbefohlenen ging? Jede Diskussion, jedes Argument wurde weggewischt, und jeder der darauf beharrte das sein Kommunikationsverhalten oder sein Internetverlauf keine staatliche Stelle etwas angeht, war schon sehr verdaechtig nahe daran als Paedophil zu sein, oder eben ein potentieller Radikaler oder gar Terrorist.
Wenn sich die Achsenmaechte des Guten sicher sein koennen, integer zu handeln, dann waere Wikileaks keine Bedrohung fuer die sogenannte Freihe Welt. Und wenn es eine Bedrohung ist, dann stimmt doch etwas nicht, denn wer nichts zu verbergen, der sollte doch nichts zu befuerchten haben; oder?
Was sich der Staat fuer sich herausnimmt, muss im Umkehrschluss doch auch gelten...

Assange und das Kesseltreiben

Der bleiche Mann der Wikileaks ein Gesicht gibt wirkt weder sympathisch, noch lege ich fuer ihn die Hand ins Feuer. Fakt ist, das der Vorwurf der Vergewaltigung immer im selben Atemzug mit den Enthuellungen von Wikileaks genannt wird. Ob Assange das was ihm vorgeworfene getan hat oder nicht ist das eine, das andere ist der Geruch des Versuchs, Wikileaks damit zu schaden...

Vorgehen gegen Wikileaks entbehrt der rechtlichen Grundlage

Ich fuer meinen Teil gebe meine Kreditkarte zurueck, und werde auch klarmachen warum. Ich hoffe, andere werden dem folgen. Das Einstellen der Zusammenarbeit von PayPall, Mastercard und Visa entbehrt jeder Grundlage, sie ist einzig auf den Druck der Regierung, der Regierung und nicht der Justiz, der USA und anderer "guten, freiheitlichen" Staaten entstanden; Erinnern Sie sich, meine lieben Innenpolitiker, Aussenpolitiker und auch alle anderen?
Wer nichts zu verbergen hat, der sollte doch nichts zu befuerchten haben...

Es geht ums Prinzip. Wir haben Krieg.


Schneechaos in Paris, aber wenigstens kostenloses WiFi

Ich bin auf Dienstreise in Paris - und mitten im Schneechaos. Hatte eigentlich gehofft, noch ein bisschen in die Stadt zu fahren und mir Paris und seine Sehenswürdigkeiten zu gönnen, aber gerade ist da draussen die Hölle los - 20 Zentimeter Neuschnee - da ist kein durchkommen. Zu Fuss ist zu weit, sitz ich doch in einer Trabantenstadt.. Aber das Hotel hat wenigstens WLan und das zu vernünftigen Bandbreiten.
Komm ich wenigstens dazu, mal ein paar Files von OTR runterzuladen... Gott sei Dank hab ich meinen Dell Laptop dabei.

Sonntag, 21. November 2010

Novells Werbung "Mac vs. PC"

Hier ein paar uralte Videos von Novell. Alt, aber ich mag sie, deswegen:





Den Apfel zum Fenster rauswerfen...

Ach, waren das noch Zeiten, als Microsoft großmächtig und Apple klein und wurmig war. Seit Apple groß und faulig ist, ist die Welt nicht besser geworden. Ich gönne Microsoft Konkurrenz, gar keine Frage, aber Steve Jobs lässt seinen Namensvetter Balmer ja wirklich wie ein sympathisches Kerlchen wirken. Und dann diese nervige Werbung immer - gruselig. Noch bemerkenswerter, wie es um sich greift. Keine Folge "House M.D." ohne Applelogos, zuletzt auch bei "CSI Miami", immer mehr Leute haben so ein furchtbares Produkt - zuletzt hab ich hinten auf einem, naja, nennen wir es "Präkariatsdienstwagen", neben den obligatorischen Namenszügen "Kevin" und "Chantalle", diversen Rostflecken sowie dem Schriftzug "Fantasialand" das Applelogo kleben sehen. Erst dachte ich an gekonnte Ironie, aber dann wurde mir klar, das ist ernst gemeint. Zuletzt kam ein Freund von mir an, er habe sich jetzt einen Apple gekauft. Ich hatte vorher - nicht ganz unerfolgreich wie ich dachte - ihm geraten es mal mit Linux zu versuchen, weil sein Fensterprogramm so instabil war. Und dann kam es, das Hammertotschlagargument: "Es läuft stabil." - Mag sein. Aber dafür hat man keinerlei Möglichkeit, etwas zu tun. Apple bestimmt, wann es den Support einstellt, neue Software zulässt, und wer Software für seine Produkte schreiben darf. Von so peinlichen Pannen,  das GPS Daten des iPhones an den Mutterkonzern geleitet wurden, mal ganz abgesehen.

  • ich will mir nicht vorschreiben lassen, was ich auf meinem Computer oder Handy installieren darf
  • ich will nicht zu jedem Programm "App" sagen
  • ich halte nichts davon Hardware von einem zu beziehen, der sie zwingend mit seiner Software "verknüpft"
  • Stabilität die durch die Aufgabe von Freiheit erreicht wird, ist keine Stabilität, es ist Leichenstarre
  • DRM ist Böse 

Irgendwie gelingt es Apple, seine Produkte so stylisch aussehen zu lassen, und bei den Menschen ein Bedürfnis zu erzeugen, das sie vorher nicht mal vermisst haben. Und leider fallen viele Leute drauf rein und kaufen sich für tausende von Euro ein Produkt für Aufgaben, die ein "unter 500 €"-Rechner genauso gekonnt hätte. Total verrückt.

    Vorschläge für neue Produkte:

    • iShit, das neue superpremium Klopapier, auf jedem Blatt ein Download aus dem konzerneingenen Musicstore "iTunes". Nur 27,45 € die Rolle - Schnäppchenpreis. Dazu die App "Papprolle", um sie auf "iHolder" stecken zu können, und die "iPapers" einzeln abrollen zu können für nur 2,99 €. (Muss natürlich für jede neue Einheit iShit" neu gekauft werden...)
    Letzte Woche war ich auf einer Aufführung eines Films in unserem Gemeindehaus - natürlich ein Apple war der "Vorführcomputer". Und es ist passiert - für mich das Highlight des Abends" - der Mac ist hängen geblieben - am Ende hat der Vorführer sich entschuldigt - er versteht es gar nicht, es war doch ein Mac... die Leute glaubens-... echt...

    Dienstag, 9. November 2010

    Wie gehts denn nun weiter mit ubuntu

    Ich bin ein zufriedener Linuxuser. Es gibt eine große Vielfalt kostenloser Programme, es besteht kein Zwang sich ständig neue Hardware zu kaufen und ich habe das Gefühl ich lerne was im Umgang mit meinem Rechner(n).
    Den echten Einstieg in die Materie hat mir ubuntu ermöglicht. Ich hab zwar früher schon mit RedHat experimentiert, bin aber nie richtig warm geworden mit dem damaligen System. Jetzt aber habe ich zweifel, ob ubuntu weiterhin für mich das richtige ist. Das sich Canonical in Zukunft von X.org wegbewegen will, ist zwar aufgrund der etwas behäbigen Masse des X.org sicherlich nicht das schlechteste, aber die Ankündgung, statt auf Gnome auf Unity zu setzen, wecken in mir ernsthafte Zeifel ob ich noch richtig bin. Irgendwie mag ich mein Gnome.  Am sympatischsten ist mir im Moment Debian. Zurück zu den Wurzeln Quasi. Auf der anderen Seite wäre Unity gerade für meinen alten Dell Laptop besser geeignet als Gnome. Aber ich mag einfach dieses Smartfon-Feeling nicht, wenn ich an einem echten Computer sitze. Noch hab ich ja Zeit für diese Frage. Ausserdem ist eine Ankündigung von Canonical erst mal eine Sache, eine tatsächliche Umsetzung ist etwas anderes. Da kann noch viel Grass im Garten gemäht werden. Kommen soll das ganze ja schon für Natty Narwhale 11.04...

    Ein neues "altes" Baby Dell Latitude 610c

    Ich bastel ja für mein Leben gerne. Am Betriebsystem, weswegen mir auch Linux liegt, an der Hardware, ich hab sogar Spass am werkeln im Garten oder klassischem Heimwerken. So gesehen bin ich wohl ein klassisches Rollenklischee, und jetzt konnte ich mich mal wieder austoben. Von Bekannten hab ich ein paar Teile Computerschrott bekommen. Alte Laptops von Dell. Aus den Drei kaputten hab ich dann einen funktionierenden gebastelt- Das Chasis von einem, den Monitor vom andern - und heraus kam ein funktionierender Dell Latitude 610c. Arbeitsspeicher war billig auf 1GB (256MB Standard) aufgerüstet und in einem Computergebrauchtwarenladen hab ich dann sogar eine passende, linuxkompatible Mini-PCI WLAN Karte bekommen. Endlich bin ich wieder mobil mit Ubuntu unterwegs, denn auf meinem Acer Aspire 1300 lässt sich, warum auch immer, kein ubuntu neuer als 7.04 installieren - und das ist nun wirklich schon etwas angegraut.
    Der schnellste Rechner ist es sicher nicht, aber zum Blog schreiben, EMails lesen und surfen reicht er allemal aus.
    Auf jeden Fall bin ich ganz Stolz darauf, auch mal einen Laptop aus Einzelteilen gebaut zu haben - denn das ist schon etwas anderes wie ein Desktop oder gar ein Minitower. Akkus hab ich natürlich auch mehrere, und Dell hat ein schön flexibles Wechselsystem - und mit 2 Akkus im Rechner lässt sich schon eine Zeit lang durchhalten.

    Montag, 26. April 2010

    Der Tag des geistigen Eigentums...

    ... das ist Heute. Die Firma Microsoft hat uns in diesem Zusamenhang mit einer Umfrage unter deutschen Computernutzern beglückt, die belegt, das sehr viele Anwender sich unrechtmäßig beschaffte Software installieren und ohne Unrechtsbewußtsein nutzen. Im scheinbaren Widerspruch dazu erachtet eine Mehrheit der Befragten geistiges Eigentum als ein wichtiges und schützenswertes Gut.
    Zweierlei lässt sich daraus ableiten:

    1. das Sankt-Florians-Prinzip zieht auch hier. Raubkopien sind böse, aber für das bischen Photoshop nutzen zahl ICH doch nicht. 
    2. jede Umfrage steht und fällt mit der Gruppe der befragten Personen und der Fragetechnik. Oder auch: Statistiken sind nicht vertrauenswürdig, es sei denn man hat sie selbst gefälscht. 
    Ich möchte hiermit eine Lanze für das geistige Eigentum brechen: Software kann geistiges Eigentum sein. Aber Codezeilen sind wie Vokabeln einer Sprache: wenn das geistige Eigentum an einem Gedicht oder Roman anderen verbietet, Worte, Zeilen oder Redewendungen zu verwenden, die in dem Gedicht oder Roman vorkommen, würden wir mit ziemlich wenigen Lauten auskommen müssen (und selbst hier sind wir durch den Dadaismus in unserer verbalen vokalen und nonvokalen Ausdruckweise bedroht), und es würde jedem einleuchten, das es nicht richtig sein kann, das Teile einer Sprache wie ein Wort oder eine Formulierung per se schützbar sein sollen.
    Dennoch, wenn jemand ein Stück Software entwickelt, und sich entschließt, es nach Closed - Source Maßstäben zu behandeln, dann ist das sein gutes Recht. Denn nichts garantiert die Verbreitung von freier Software mehr, als Closed - Source Konkurrenz und das Copyright - Recht. Denn ohne Copyright gäbe es auch keine GPL - und die GPL ist ein Meilenstein für uns alle. Und wenn große Firmen ihre Softwareentwicklung erst mit der GPL infiziert haben, dann...

    Freie Software ist natürlich kein Freibier. Auch "gute" Coder müssen leben. Deswegen darf auch "freie" Software etwas kosten und sollte uns auch etwas wert sein. In diesem Sinne, einen schönen Tag des geistigen Eigentums noch.

    Mittwoch, 6. Januar 2010

    Big Black ist Geschichte

    So, ich hab es getan. Nachdem bei Big Black durch die grobe Behandlung durch meine Tochter eine Frontklappe irreparabel abgebrochen war und außerdem der Gehäuselüfter angefangen hat zu dröhnen, hatte ich es satt. Ich habe mich also aufgemacht, ein neues Gehäuse zu besorgen.
    Aufgemacht natürlich nur virtuell, schließlich leben wir im Jahrhundert der Eidechse. Ebay hatte das ein oder andere interessante Angebot, aber da war es leider so das die interessantesten Angebote orthographisch so dermaßen daneben rüberkamen, das ich auf eventuelle Problemlösungen nach dem Kauf erst gar nicht warten wollte. Ich habe mich daher für einen großen Onlinegemischtwarenhändler entschieden, der ursprünglich mal mit Büchern angefangen hatte.
    Nach langem suchen habe ich mich für ein verspieltes Gehäuse der Firma MS-Tech entschieden, das MS-Tech LC-660. Ich bin kein Lan-Partygänger, aber ich mag es irgendwie bunt. Und das erwähnte Gehäuse erinnert mich an eine gute alte Jukebox.
    Also ran an den Speck:
    1. Den alten PC demontieren
    Das war kein Problem abgesehen vom Staub. Beim neuen kann sich da nicht mehr so viel ansammeln, durch das offene Fenster sieht man es und der Leidensdruck ist höher. Tut dem Rechner auch besser.
    Alter Rechner, zu Dokuzwecken:


    Das neue Gehäuse  war eigentlich relativ problemlos - mal abgesehen das mein alter Fancontroller irgendwie nicht ganz rein passte. Aber der war eh schwarz - aber da nun das einzige "schwarze Teil" in der sonst silbernen Front das DVD - Laufwerk war, musste was geschehen. Ich habe deswegen aus meiner Grabbelkiste (ich hab im Prinzip noch 1-2 Rechner in Einzelteilen rumliegen...) einen DVD-Brenner geholt, die Front abgebaut und mit Kaltzink lackiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:




    Hier mit der Verursacherin des Umbaus




    Das Seitenfenster fasziniert



    Frontview - mit lackiertem DVD - Laufwerk



    Detail: Seitenfenster




    Detail: Frontlüfter



    Detail: Blau beleuchtete "Wassersäule"



    Detail: Front mit lackiertem Laufwerk

    Fazit:
    5 Stunden Arbeit
    35 Euro Material
    2 Schnittwunden

    Probleme: Laufwerk passt mit der Kantenfront nicht 100%ig (Blendenkanten der Blindblenden abgeschrägt), sehr ordentlich arbeiten nötig, jedes schlampig verlegte Kabel im Innenraum ist zu sehen


    Gut: Optik, Prozessortemperatur (auf unter Last nicht über 25°C bekommen bei 20°C Raumtemperatur).

    Betriebssystem: Nicht geändert, weiterhin ubuntu Hardy 8.04