Montag, 21. September 2009

Der "leuchtende Luchs" kommt...

... vielleicht* als LTS Version. "Leuchtender Luchs / Lucid Lynx" lautet wie auf dem Atlanta Linux Fest von Mark Shuttleworth verkündet der Name von Ubuntu 10.04, der kommenden (möglicherweise)* LTS (Long Term Support) - Version der beliebten Linux - Distribution ubuntu. Erwartet wird LL 10.04 im April 2010.
Davor erscheint dem Releasezyklus folgend demnächst (Oktober 2009) noch "Karmic Koala" KK 9.10.
Generell bin ich ein Fan der "LTS zu LTS" - Strategie, aber es juckt mich jedes mal in den Fingern, "Intrepid Ibex" jedoch hätte ich sogar installiert (Computer wg. Hardwaredefekt verstorben), jedoch lief zwar das Livesystem von CD, aber nach der Installation hat der Computer eine falsche Taktung an den Monitor geliefert - d.h. kein Bild, auch nicht ohne grafische Oberfläche. Daher bin ich zurück zum "Kühnen Reiher" und hab gedacht, ich warte bis zur nächsten LTS... mal sehen ob ich dem knuddeligen Koala widerstehe und auf den (er)leuchtenden Luchs warte.

* da das neue Gnome eingebunden werden soll und versucht wird, die Releasezyklen von ubuntu und Debian anzugleichen, kann es sein das 10.04 kein LTS bekommt, dafür dann 10.10.

Donnerstag, 17. September 2009

Software die ich nutze: Avidemux (GTK)

Avidemux ist ein freies Programm zum schneiden und konvertieren von Videodateien, das unter der GPL veröffentlicht wurde. Lauffähig ist Avidemux unter Windows, Mac OSX und natürlich Linux. Das Programm und OTR (OnlineTvRecorder) ergänzen sich wunderbar. Damit will ich sagen, das ich (bisher) keinen professionellen Videoschnitt betreibe, sondern lediglich bei OTR aufgenommene Filme schneide und dann auf Festplatte ablege. Dazu habe ich mir mittels der "Übrigbleibsel" meines alten PCs und externer USB - Gehäuse meinen externen Fuhrpark auf drei Platten anwachsen lassen. Eine davon ist Backup, nur Backup, eine davon beinhaltet noch das Betriebssystem eines namhaften Softwareherstellers - immerhin hab ich die Lizenz - und die letzte ist für Videofilme. Es ist echt nett, eine kleine Sammlung von Filmen "mobil" zu haben, sprich auch mal am Laptop ansehen zu können. Klar, die Qualität reicht nicht an den Festplattenrecorder im Wohnzimmer, aber ich sag mal es reicht aus. Es ist auch ein unterschied, ob ich einen Actionfilm oder eine Dokumentation aufnehme. Außerdem ist die Version kostenneutral - ein weiterer Pluspunkt, wenn man ein Flatrate hat (Filme herunterladen) und den Strom den der Rechner braucht außen vor lässt.

Die Anwendung von Avidemux ist recht einfach, man setzt "Marker", kann damit Teile der Aufnahme markieren, und dann entweder ausschneiden oder exportieren - man kann Schritte von einem Bild gehen, Zeitwerte eingeben (für Schnittlisten), schwarze Bilder suchen lassen (werden oft vor und nach Werbeblöcken eingeblendet) und einiges mehr. Die GUI ist recht übersichtlich und man gewöhnt sich nach wenigen Versuchen daran. Man kann auch die Tonspur zur Bildspur verzögern oder nach vorne schieben - auch sehr wertvoll als Tool wenn man Aufnahmen hat, bei denen die Synchronisation aus irgendwelchen Gründen abhanden gekommen ist. Ein weiteres Tool ist das aneinanderhängen von Filmteilen zu einem Film. Neben der GUI ist es auch möglich, Avidemux über die Konsole zu verwenden. Wie bequem das ist, kann ich nicht beurteilen, das ich bisher immer mit der grafischen Oberfläche zu Rande gekommen bin.

Einlesen kann man verschiedene Formate, und mit den richtigen Codecs können sogar Flashdateien (Sorenson-H.263 und VP6) eingelesen und in "normale" Formate umgewandelt werden.

Fazit: Avidemux ist ein brauchbares Programm für den "normalen" Anwender, der Werbeblöcke aus aufgenommenen Sendungen schneiden will oder Dateien im Format umspeichern möchte.

Dienstag, 15. September 2009

Software die ich nutze: Tremulous

"Software die ich nutze: ..." soll eine neue Serie in diesem Blog werden. Wie berichtet, mangelt es mir ansonsten an Material, und zweitens will ich hier ja was einbringen.

Vorneweg das Outing: Ich bin Killerspielspieler. Seit Jahren, seit früher meiner Jugend, nutze ich Software, die meine Reaktionsfähigkeit herauf setzen, und wenn man den Stammtischpolitikern gewählten Volksvertretern glauben soll, mich zu einer gewaltbereiten Kampfmaschine mutieren lassen, die weder Ethik, Moral oder Grenzen kennt. Leichen pflastern meinen Weg. Irgendwie lief es bei mir anders, ich bin junger Familienvater, lebe glücklich in einer Ehe und zahle Raten für unser Haus mit Garten ab. Ich frage mich immer öfter was in meiner Erziehung schief gegangen ist, dass das passieren konnte. Sei es drum. Irgendwie habe ich noch nie den Drang verspürt nie dem inneren Drang nachgegeben, jemanden zu töten. Zudem kenne ich viele Arbeitskollegen, die auch Killerspiele spielen, darunter die wirklich bösen wie "CS", und keiner von denen lief bisher Amok - was unter den gegebenen Umständen erstaunlich ist. Vielleicht irrt der gemeine Nichtspieler, wenn er die Killerspiele so verteufelt. Sicherlich gehört das nicht in Kinderhände, aber das tun, Hand aufs Herz, manche Videos der heimischen DVD - Sammlung doch auch nicht oder? Ach, bei ihnen schon? Na da bin ich ja froh das es bei mir anders ist.

Zurück zum Thema, nachdem ich schon seit Stunden rumlabere: Tremulous ist ein 3D First person shooter bei dem es um Menschen gegen Aliens geht. Er ist frei verfügbar und läuft unter Windows, Mac OS X und Linux.
Die Grafik ist nicht der letzte Schrei - aber das Spiel macht mir sehr viel Spaß. Sowohl Menschen als auch Aliens können Dinge bauen, wie Spawnpunkte, Verteidigungsanlagen, Energieversorgung, etc... Dadurch ist jede Runde, auch wenn man immer die gleiche Karte spielt, potentiell anders. Das kommt auch durch den Mangel an Bots, d.h. die meisten Server sind reine "Mensch gegen Mensch" Server.






Das Bild habe ich frecher weise der deutschen Wikipedia entnommen, es steht unter der Creative Commons-Lizenz Attribution ShareAlike 2.5 und wurde von Bayo erstellt.


Probleme hatte ich mit Tremulous noch nie, außer das ich mal einen Alptraum hatte - aber das geht mir bei anderen Dingen auch so, die sicher nicht in die Kategorie Killerspiel gehören. Es gibt für das Spiel sehr schöne Maps, wobei ich gerne ATCS spiele - überschaubar, fair, und nicht zu groß. Leider spiele ich über WLAN und lebe auf dem Land - d.h. ich hab keinen berauschenden Ping. Natürlich liegt es daran, das ich ab und zu "pwnd" werde, ansonsten bin ich eigentlich voll 1337 - versteht sich.
Wer es versuchen möchte - nur zu, ich finde das Gameplay brauchbar, die Grafik akzeptabel, die Spannung groß und das Setting stimmig. Aliens kann ich nicht spielen, da bin ich zu schlecht - aber Humans stellt keine große Herausforderung da, campen das kann quasi jeder. Was mich zu einem Nachteil des Spiels bringt: Aliens sind schwer zu spielen und mit einen Scotch im Blut wird es noch schwerer - deswegen neigen offensichtlich viele dazu, Menschen zu spielen, was bei Servern die nicht auf ausgewogene Teams eingestellt sind, auch mal "zehn gegen drei" Situationen mit sich bringt. Manchmal sind diese drei dann so gut, das sie es eventuell mit der Übermacht aufnehmen - manchmal aber eben nicht. Von daher achte ich darauf, auf Server zu gehen, die auf "Balance" achten - auch wenn das bedeutet, das ich auf einen "Gameslot" warten muss.

Fazit: Schön gemachtes Spiel, das mir viel Spaß bereitet und von mir regelmäßig gespielt wird. Linux ist einfach mein Spiel- und Arbeitssystem.

Montag, 14. September 2009

Einen alten PC...

... hab ich mir geholt. Von einem Freund habe ich einen alten PC bekommen, der seine besten Zeiten gesehen hatte - bevor er ubuntu verpasst bekam. Ok, ich hab ihm statt 512 mb RAM 1024 mb spendiert, ein leiseres Netzteil eingebaut und einen schönen Prozessorkühler verpasst - alles aus meinem vorletzten Rechner - leider ging da das extrem leise "BeQuiet" - Netzteil und der Prozessor nicht mehr - sonst wäre daraus noch eine echte leise Rennsemmel geworden.
So ist der Computer etwas laut - aber nicht mehr wie ein anfahrendes Düsentriebwerk, und akzeptabel schnell.
Was ich damit mache weiß ich nicht genau - ursprünglich wollte ich einen kleinen Medien PC im Wohnzimmer - wo wir doch so einen hypereleganten LCD-megadiagonalen Fernseher mit VGA - Anschluss geschenkt bekommen haben (gekauft hätte ich mir so ein Teil nie) - aber da für ist er zu groß und zu laut.
Aber es fiel mir echt auf - das Ding - baugleich wie mein vor vorletzter PC - war echt noch solide gebaut und funktionierte trotz einiger Jahre auf dem Buckel noch tadellos. Es macht eben doch einen Unterschied, wenn man von Profi kauft und nicht bei Jupiter Hansa oder mediaX. Allein, die Kohle muss man haben.
Ich bin am überlegen ob ich das Ding meiner Tochter vermache oder irgendwo im Haus aufstelle. Ein Rechner mehr schadet sicher nicht.
Die Performance von ubuntu auf der Kiste ist gut - man hat nicht das Gefühl, einen Rechner von vorgestern zu benutzen. Dagegen können viele moderne kommerzielle Betriebssysteme nicht stolz sein - bei dem Performanceverschleiß fragt man sich manchmal, ob da nicht die Hardwareindustrie mit im Boot sitzt....

Rossmann hat ihn...

...den Ubuntu-PC von der Stange. Im Ernst. Nein, natürlich weiß ich das es auch andere Läden gibt, die mit oder ohne Erfolg PCs mit ubuntu oder Linux an sich vertreiben.
Aber zum ersten mal habe ich in einem Supermarkt einer Drogerie einen Linux-PC gesehen (in Deutschland wohlgemerkt), der als "Plug-and-Play" - Lösung angeboten wurde. Ich war positiv überrascht.


Hier der Link:
http://www.rossmann.de/DesktopModules/WebShop/shopexd.aspx?productid=63414&id=10&page=3

Im Rossmann - Onlineshop gibt es übrigens auch Windowsrechner und Rechner ohne Betriebssystem. Welch angenehme Überraschung....

Edit: Der Link geht wohl nicht -> Einfach unter Computer schauen, "PC Ubuntu" heißt das was ich meine...

Mal wieder was schreiben...

... sollte ich wirklich. Aber - es ist nichts los. Sicherlich, man kann sich über von-der-Leyensche Regelungswut auslassen,. oder darüber das wenn in der Münchner S-Bahn jemand tot geprügelt wird, sofort Killerspiele schuld sind, nicht etwa die Eltern der Täter, die Schule oder die Gesellschaft an sich. Oder die Stadt München vielleicht? Immerhin wars auch in München, als in der U-Bahn... aber lassen wir das. Ich hab wenig neues von der Linuxfront zu berichten, außer das ich stolz vermelde: mein Rechner läuft mit Hardy sehr, sehr gut.
Nichtsdestotrotz - ich werde diesen Blog wieder beleben, und eben über Dinge berichten, die neben meinem PC stattfinden. Man darf gespannt sein. Ich bin bald wieder zurück...