Freitag, 4. Dezember 2009

OnlinePetition gegen den Verzicht auf GIMP

Der Verzicht auf GIMP (Gnu Image Manipulation Program) in der Standardinstallation von ubuntu hat teilweise recht hohe Wellen geschlagen. Erscheint der Verlust zuerst einmal verschmerzbar, so entstehen beim genaueren Hinsehen auch Fragen. So schafft der Verlust von GIMP weniger Platz als der Verzicht auf das durchaus umstrittene Mono, das trotz relativ weniger Anwendungen (FSpot, Tomboy) sehr viel Platz benötigt. Zudem ist FSpot nicht gerade als megastabil und seinen Aufgaben (Fotoverwaltung macht erst bei vielen Fotos wirklich Sinn) gewachsen.
Nachdem jetzt auch Gerüchte laut wurden, FSpot würde auf dem Lucid Lynx Release (ubuntu 10.04) einem anderen Bildverwaltungsprogramm weichen, schlugen die Wellen wieder hoch, und die Forderungen GIMP zu belassen wurden wieder lauter. Ich bin der Ansicht, GIMP ist ein Vorzeigeprojekt der OpenSource - Gemeinschaft und gehört auf eine Vorführ-CD (aka LiveCD).
ubuntu wurde auch mit Vorwürfen konfrontiert, sich jetzt nicht nur um Anfänger zu bemühen, sondern absolut in die DAU - Ecke einzugehen.
Jetzt gibt es auf jeden Fall eine Onlinepetition - vielleicht hilft es ja was.

Quellen:
Heise 1
Heise 2
Onlinepetition

Dienstag, 24. November 2009

Fedora schwenkt zurück

Nachdem es zu teils deutlicher Kritik aus der Community gekommen ist, wurde die neue Rechtephilosophie von den Fedora - Machern wieder "zurecht gerückt", berichtet Heise.
Somit sind die Fronten wieder "geschlossen" und begradigt - es soll eine detailliertere  Anleitung geben, wie man den "offeneren" Zustand wieder herstellt, aber der für unixiode Systeme "normale" Weg, das nur root etwas Systemweit installieren kann, ist wieder Standard, dafür sollte mittlerweile ein Patch gesorgt haben.
Gut so.

Samstag, 21. November 2009

Flashfilme speichern und in Videos umwandeln

Nichts leichter als das - gefällt einem ein freier Inhalt auf z.B. YouTube oder anderen Flashvideoportalen, kann man sich den Clip ganz einfach herunterladen. Man benötigt dazu eigentlich nur einen funktionieren Flashcodec, in der Regel den von Adobe, einen Webbrowser wie Mozilla Firefox und, wenn man das Video umwandeln will, ein geeignetes Tool wie Avidemux.
Ach ja - und man sollte Linux benutzen - ob es bei Windows vergleichbar einfach geht weiß ich nicht. Ich hab das hier mit Ubuntu 8.04 durchgeführt, sollte aber generell mit jeder Distribution so ähnlich funktionieren.

Und so geht es: um eine Datei komplett herunterzuladen, muss man allerdings warten, bis sie vollständig gepuffert ist - sonst fehlt was. Und natürlich muss das Fenster, in dem das Flashvideo eingebettet ist, noch aktiv sein, d.h. das Video darf nicht zu Ende sein, falls dann automatisch das nächste geladen wird.



Der rote Balken im markierten Bereich muss "voll" sein - dann ist der Film zur Gänze geladen.Dabei ist der Bereich gemeint, wenn er "hellrot" ist, das dunkelrot markiert nur den bereits angesehenen Teil des Films.


Generell gilt: jede Flashdatei, die gepuffert wird, ist unter /tmp im Verzeichnisbaum zu finden -



einfach mit rechter Maustaste anwählen, kopieren, in das Verzeichnis der Wahl einfügen, und dann weiterverarbeiten. Voilá, das wars.

Flashvideos sind von ihrer Art her oft komprimiert und von schlechter Qualität - dem entgeht man etwas, wenn man bei der Auswahl des Films darauf achtet, das zumindest die Ursprungsversion nicht schon "schlecht" ist.


Donnerstag, 19. November 2009

Quo Vadis, Fedora?

Die Frage muss man sich berechtigterweise stellen, denn Fedora 12 weicht von der bisherigen Linie unixoider Systeme ab, die zum systemweiten Installieren von Programmen mindestens zeitlich beschränke (sudo) oder auch klassische Rootrechte verlangen.
Fedora geht nun den anderen Weg: Programme aus validen Quellen können nun vom Desktopuser installiert werden - ohne Passwortabfrage. Das Argument scheint bestechend: Linux wird immer mehr zu einem Desktopsystem im Privatbereich - mit einzelnem User. Doch was ist mit Familien, Wohngemeinschaften, oder Rechnern die ein computerbewanderter Verwandter seinen nicht computerorientierten Familienmitgliedern installiert? Der umgekehrte Weg - und der ging schon immer - ist nach wie vor der bessere: normal ist das nicht, aber wer es möchte kann es sich einstellen.
Hoffen wir das man bei Fedora auch wieder auf den Pfad der Tugend findet...

GIMP nicht mehr an Bord

Gerüchten zufolge ist GIMP nicht mehr Teil der Ubuntu - Standardinstallation und somit auch nicht mehr Bestandteil des Metapakets. Grund dafür ist der chronische Platzmangel auf der Installations- CD. Grundlegende Funktionen von GIMP können über F-Spot erledigt werden, zudem ist als Bilderverwaltung Eye of Gnome dabei.
In Kraft treten soll das ganze ab Lucid Lynx (10.04 LTS) - The GIMP kann natürlich weiterhin über die Paketquellen nachinstalliert werden. Dennoch finde ich die Entscheidung nicht unbedingt toll, denn GIMP ist ein mächtiges Grafikprogram und gehört für mich unbedingt dazu - lieber hätte ich ganz auf Spiele verzichtet in der Standardinstallation - aber naja.

Quellen:
Ubuntu User Magazin
Chrisss Blog

openSuse 11.2 (2)

sax2 hieß die große Rettung.

Konsole:

 sax2

Mit diesem Tool das mit einer einfachen GUI daherkommt, konnte ich den Computer überreden, vernünftige Auflösungen zu produzieren. Wichtig dabei war (ich habe einen Schneider Monitor), zu wissen was der Monitor an Auflösung und Frequenz "schluckt" - aber dann ist alles prima gelaufen.
Deswegen hier ein erster Eindruck: Ich mag KDE nicht. Das ist persönliche Geschmackssache, aber es gefällt mir nicht. Dennoch muss ich sagen das mich der Desktop beeindruckt. Das er etwas "träge" reagiert ist wohl der Altersschwäche von OldGrey geschuldet.
Also dann mal los: Digikam gefällt mir - übersichtlich, klar, ansprechend. F-Spot finde ich nicht so den Renner, deswegen verwende ich Google Picasa (auch wenns irgendwie - böse ist :) ). Amarok entäuscht mich etwas - eine mp3 mag es nicht spielen, das finde ich ja noch ok, aber es kommt keine Meldung woran es liegt (fehlender Codec möcht ich meinen) aber das könnte man ja sagen, oder noch besser, gleich danach suchen...

Ubuntu user: ein neues Magazin für Ubuntu

Die Linux New Media AG hat sich entschlossen, neben „LinuxMagazin“, EasyLinux“ und „LinuxUser“, ein Magazin speziell für Ubuntu („Ubuntu user“) herauszubringen. Das Einzelheft wird 7,90 € kosten, ein Abo (4 Ausgaben pro Jahr) schlägt mit jährlich 26,90 € zu Buche. Die Erstausgabe erscheint Anfang 2010 und beschäftigt sich mit der zurzeit aktuellsten Ubuntu – Version, Karmic Koala.


Inhaltlich will das Heft in Zukunft vor allem Ein- und Umsteigern von anderen, kommerziellen Betriebssystemen Hinweise und Tipps geben. Später sollen auch die Konsole, Quellkodekompilierung und Paketierung eine Rolle spielen.

Jetzt ist es also so weit, das erste kommerzielle Magazin in deutscher Sprache speziell für Anwender von Ubuntu kommt. Der Preis ist nicht gerade als „günstig“ zu bezeichnen, muss aber den Vergleich mit anderen Magazinen in dem Segment nicht scheuen. Die Anzahl der Ubuntunutzer im deutschsprachigem Raum ist offensichtlich mittlerweile groß genug, um als Zielgruppe relevant zu sein. Ob diese Zielgruppe allerdings geneigt ist, ein gedrucktes Magazin zu kaufen, zudem es im Netz sehr gute Anlaufstellen für Hilfesuchende und kostenfreie, von Werbeeinnahmen unabhängige Magazine (freiesMagazin, OpenCircle) gibt, bleibt abzuwarten.

Die Zeit wird zeigen ob das Konzept Erfolg hat – zumindest wird es die Präsenz von Ubuntu in der öffentlichen Wahrnehmung, und sei es nur am Zeitungskiosk, erhöhen. Von daher wünsche ich der Ubuntu User einen guten Start.

Ubuntuusers.de“ bekommt auf jeden Fall eine kostenfreie Werbung, mit der sie eigentlich nur thematisch zu tun hat….

Mittwoch, 18. November 2009

Yalm geht in freiesMagazin auf

Eine Ära geht zu Ende

Auch wenn Yalm (Yet another Linux Magazine) "nur" 2 Jahre existierte, vom Oktober 2007 bis eben vor wenigen Tagen, so war es doch genau die Zeit, in der ich den "Wiedereinstig" in Linux vollzogen habe. Somit habe ich zu Beginn auch viel "Yalm" gelesen - nicht regelmäßig, und vor allem am Anfang, später nur noch, wenn ein Artikel mir von der Ankündigung her zusagte - leider gefiel mir das "Bildschirmdesign" nicht, ich bin Fan eines "Printlayouts" - denn ich habe "Yalm" immer mal nach dem Lesen gezielt "liegen lassen", an Orten wo sich Interessierte finden könnten. Nachdem sich das erledigt hatte, weil viele dafür waren das Bildschirmlayout vorzuziehen, gehörte ich, ich muss es gestehen, nicht mehr zur Stammleserschaft.

Woran ist Yalm gestorben?

 Das ist zu drastisch formuliert, aber es wahr wohl auch viel Arbeit, ein Magazin herauszubringen. So steht auf den Seiten von freiesMagazin zu lesen, das die Motivation und die Kopfstärke der Yalm - Macher zuletzt stark gesunken ist.

Wie geht es weiter?

Zunächst mal - es geht erfreulicherweise weiter. Die Macher von Yalm haben vor, freiesMagazin zu unterstützen - und das ist eine gute Nachricht, die aus der schlechten entwächst. Dort sind jetzt auch die alten YALM - Ausgaben zum Download gehostet. Viele Kommentare auf der freiesMagazin- Seite schlagen vor, den Titel, aus dem das Akronym "Yalm" besteht, Yet another Linux Magazine, demnächst als Untertitel für freiesMagazin zu führen, sozusagen als Reminiszenz. Auf jeden Fall werde ich öfter bei freiesMagazin rein schauen.


freiesMagazin: Link

Montag, 16. November 2009

openSuse 11.2 (1)

Nachdem ich auf OldGrey Ubuntu Karmic Koala (9.10) nicht wirklich zufriedenstellend zum Laufen gebracht habe und LittleBlue so lala mit Karmic läuft (ich sitze gerade dekadent auf dem Sofa und arbeite mit der Funktastatur) habe ich die Teststellung mal genutzt und hab verschiedene Distributionen ausprobiert. Mandriva mochte mich nicht (iso kaputt?), Pardus hat sich nicht von der offiziellen Seite in unter 2 Tagen runter geladen lassen, Debian Lenny hatte die selben Probleme wie Karmic und hat kein Netzwerk (USB WLan Stick) gefunden - deswegen bin ich irgendwann bei openSuse 11.2 gelandet - KDE - Version. Nun bin ich kein Freund des K(ool) Desktop Enviroments - es ist irgend wie nicht mein Ding - ich will gar nicht sagen das ich ein Gnome - Fanboy bin, denn XCFE gefällt mir auch, aber KDE ist mir einfach zu "flashy", da kann der Matthias Ettrich Bundesverdienstkreuze bekommen wie er will. Aber, und wie immer kommt beim weiten Ausholen ein starkes Gegenargument, immerhin sitzt Suse in Nürnberg - und der Franke ist wenn schon nicht stolz ein Bayer zu sein, doch oder gerade deswegen ein Lokalpatriot.
Also, trotz aller Abneigung hab ich mir das laubfroschgrüne Ding runter geladen und installiert.
Die Installationsroutine ist anders als bei ubuntu gewohnt, aber ich kann nicht sagen das sie schlechter oder schwieriger war - sie war nur anders. Übersichtlich und klar war mir was die Kiste tut, und das ist doch schon mal sehr viel. Installation lief glatt, auch wenn der Installer etwas gemaunzt hat, das OldGrey mit seinen 512 MB Arbeitsspeicher etwas schwach auf der Brust sei. Schlußendlich waren wir durch, und KDE empfing mich - froschgrün, und mit einer Auflösung von 800 x 600 pixeln, wie übrigens auch Debian und ubuntu vorher. Aber - ich habs hinbekommen, denn openSuse 11.2 liefert mit einen Tool eine Möglichkeit, die mir unter ubuntu fehlte - oder ich nicht gefunden haben. Mehr dazu später...

Freitag, 6. November 2009

33 % aller Netbooks laufen unter Linux

Heise berichtet heute, das weltweit ein Drittel aller Mini-Notebooks und mobilen Kleincomputer mit Linux betrieben wird. Dies habe eine Studie des Marktforschungsinstituts ABI Research ergeben.
Diese Meldung steht im Widerspruch zur Aussage Microsofts, das 96% aller Netbooks mit Windows XP laufen würden. ABI Research erklärt diese Diskrepanz mit der Tatsache, das Microsoft "nur" den nordamerikanischen Markt betrachtet habe, aber im asiatisch-pazifischen Raum, wo angeblich am meisten Netbooks verkauft werden, die Marktdominanz Microsofts weitaus geringer ist.
Böswillige könnten jetzt sogar behaupten, das eine repräsentative Umfrage in Redmond, Washington, habe ergeben, der Marktanteil von Microsoft sei auf dem Netbook Markt bei 99.8% - es ist eben alles eine Frage der Statistik. Wenn du sie nicht selbst gefälscht hast, dann traue ihr nicht.

Montag, 2. November 2009

Ich stelle vor: BigBlack

Nachdem ich schon Little Blue und Old Grey vorgestellt habe, bleibt der Rechner an dem ich gerade sitze - und eigentlich meistens sitze, sehr im Hintertreffen. Das liegt daran, das er ein Arbeitstier ist und keine Starallüren hat. Ein einfacher AMD 64 Athlon mit 2500 MHz, einer ATI Technologies Inc Radeon HD 3200 Grafikkarte, 160 GB Festplatte, 3 GB Arbeitsspeicher. Für mich reichts, toll ist aber anders.
Der Name ist Program, BigBlack ist ein monolithischer schwarzer Klotz, nur aufgelockert durch den "Powered by ubuntu" - Sticker.
Leicht verspielt wie ich bin hab ich die USB - Ports zur Lightshow genutzt, wenn ich an dem Rechner auch schon sonst nichts verändert habe:


Wie BigBlack normal bieder bei Tageslicht daherkommt, kann man hier sehen.

Sonntag, 1. November 2009

Meine Karmic Koala Releaseparty

Diese "Releaseparty" leiste ich mir, weil ich genug Rechner habe um sie durchzuziehen - wie man hier lesen kann bin ich eigentlich nicht der Freund von Updates am Releasetag und neige stark zum "LTS zu LTS - Sprung". Aber wie gesagt, was solls, ich habe genug Rechner, mehr als Bildschirme, und deswegen darf mein ältester, "OldGrey" genannt, ran. Auf dem Bild ist der Testkandidat zu sehen: Links "BigBlack", mein Produktivsystem auf 8.04 Hardy Heron, rechts daneben "OldGrey":




Die Rechnerdaten zu OldGrey:
- 512 mb Arbeitsspeicher
- Nvidia Geforce 5700 FX Grafikkarte
- D-Link W-Lan USB Stick
- AMD Athlon mit 1600 MHz
- Festplattenkapazität 37 GB

Wie gesagt, eine etwas betagte Maschine, aber darin liegt ja auch einer der Gründe, Linux zu benutzen: auch alte Hardware kann tolle Dinge tun.

01.11.2009 ca. 14:30h

Installation

Die Installation läuft anstandslos durch. Keinerlei Probleme, ext4 - Filesystem wird eingerichtet, ubuntu 8.04 wird von der Platte verbannt (komplette Platte verwendet). Ich geh derweil kurz mal raus - als ich wiederkomme, ca. 20 Minuten nach start der Installation ist alles vorbei und der Rechner bietet den Reboot an.

Erstes Hochfahren

Der neue Splashscreen ist schon sehr schick, hat etwas glamouröses und gleichzeitig vertrautes, wirkt irgendwie wie auf einer Bühne in einem Klub. Gefällt mir gut, auch wenn die Auflösung zu gering erscheint. Schnell das W-Lan einrichten - klappt super out of the box.

System einrichten

Das erste Problem (gelöst)

Die Auflösung ist schlecht, 800 x 600 pixel, das ist heute nicht mehr akzeptabel. Außerdem ist das Bild "versetzt" im Bildschirm. Nachdem ich im gnome Display manager die Frequenz auf 56 Hz gestellt habe, ist dieses Problem behoben.

Das zweite Problem (noch offen)

Bleibt die zu geringe Auflösung. Im gnome Display manager ist die Auflösung nicht höher einstellbar (wohl aber niedriger). Ich vermute ein Treiberproblem und versuche, 'Hardwaretreiber' aufzurufen - und bekomme die Meldung: "Dieses System verwendet keine proprietären Treiber" - gerade das möchte ich aber, denn mit dem Nvidia-Treiber ist zu erwarten, das die Auflösung weit höher möglich ist als ohne. Allerdings bietet mir ubuntu 9.10 keinen geeigneten Treiber an. Das Wiki von ubuntuusers.de rät mir, die Xorg.conf zu editieren und dort von Hand den Treiber einzutragen, obwohl ich mir sicher war, das es bei Karmic keine Xorg.conf mehr gibt - ich finde auch keine unter 

 /etc/X11/

Dennoch erstelle ich eine und trage den Wert "nv" als Treiber ein. Ein Reboot bleibt erfolglos, scheinbar lag ich richtig und Karmic ignoriert die Xorg. conf.

02.11.2009, früher Abend

Was nun?

Generell bin ich kein Linuxexperte. Ich kenn mich leidlich aus, aber bin kein "Crack" - daher tu ich was ich immer tue und weswegen ich ubuntu liebe: ich frage im Forum von ubuntuusers.de nach Hilfe. Genauergesagt am 2. November 2009 18:03. Bin gespannt wann die erste Antwort kommt und ob man mir helfen kann.

Derweil mach ich mich ein bisschen im Wiki schlau und probiere verschiedenes aus. Der Befehl  

 lspci | grep VGA


in der Konsole gibt zumindest aus, das er die Grafikkarte richtig erkennt:

01:05.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation NV36 [GeForce FX 5700LE] (rev a1).
Also weiter im Text.
Bis Jaunty hat man das Paket  nvidia-settings herunterladen können, aber unter Karmic scheint es das nicht mehr zu geben. dafür gibt es jockey-gtk - etwas ominös steht in der Paketverwaltung, das man damit irgendwas an den Treibern drehen kann. Der Befehl

jockey-gtk

in der Konsole bringt tatsächlich etwas:
Es werden 2! Nvidia Treiber gefunden, die Versionen 173 und 96, erstere empfohlen. Ich versuche diese zu aktivieren. Irgendwie schmiert dabei das Programm für die Hardware-Treiber ab. Frustrierend, muss ich sagen. Ich versuchs mit

xkill

- ohne Erfolg. Gut, denke ich mir, dann eben neu starten - dies tut er brav, und findet jetzt auch ohne Konsolenspiele unter System->Systemverwaltung->Hardware-Treiber die Nvidia-Treiber. Freudig wähle ich den empfohlenen aus, dieser installiert sich, und ubuntu 9.10 will neu gestartet werden. Das ist sehr schön und richtig so - doch nach dem Neustart bleibt der Bildschirm schwarz. Erneuter Reboot - der Monitor geht in den Powersafe - Modus. Der X-Server von OldGrey hat mich verlassen wie es scheint! Für heute hab ich genug und bin leicht sauer. Wär das mein Produktivsystem, wär ich jetzt wirklich gefrustet, so bin ich milde angeödet. Ich bin von ubuntu schon besseres gewohnt.

03.11.2009, früher Morgen (5:20)

Nachdem OldGrey nichts enthält, was wichtig ist, installiere ich kurzerhand neu. Diesmal richte ich die Internetverbindung vor der Installation ein. Ich versuche auch, die proprietären Treiber, die er auf der LiveCD erkennt, jetzt schon anzuwählen. Die Installation dauert lange (über eine Stunde ) und ich werde mit Bug #452208 konfrontiert. Nach der Installation bietet er aber zumindest die Hardwaretreiber an, hat sie aber noch nicht installiert. Versuchen wir es also erneut, heute Abend. Jetzt muss ich zur Arbeit.

03.11.2009, früher Abend (20:00)

Versuche, OldGrey zu starten. Das Ergebnis ernüchtert: Black Screen, der XServer arbeitet nicht wie beim ersten mal. Wechseln in die Konsole ist nicht möglich. Entweder ich nehm die LiveCD oder ich installiere neu. Derzeit ist meine Motivation das zu tun eher gering. Die Freude auf Karmic ist deutlich gesunken.

06.11.2009 20:23 (Kinder im Bett, endlich)

Ich gebs mit OldGrey auf. Aber Karmic will ich noch eine Chance geben - auf LittleBlue diesmal. Hardy hat mich da nicht ganz überzeugt - irgendwie hat das W-Lan nicht immer geklappt. Mal sehen ob Karmic es da besser macht. Für OldGrey hab ich mir jetzt Debian Lenny ausgeguckt. Back to the roots also für OldGrey - ich wollte schon immer mal eine andere Distro probieren, und Debian ist mir sympathisch. Mal sehen ob ich intelligent genug bin es zu installieren.

06.11.2009, gegen 22:00

Karmic läuft - endlich - auf LittleBlue. Hier funktionieren die Grafiktreiber (Nvidia GForce3 mit Treiber Version 96. 4 Anläufe hab ich allerdings gebraucht, um eine funktionierende Installation hinzukriegen. Irgendwie ist der kleine Koala ziemlich - biestig.

Restliches WE, 07+08.11.2009

LittleBlue erkennt auf einmal USB - Wechselmedien nur noch sporadisch, Karmic neigt zur Kernelpanik und meine Labtech Tastatur funktioniert mit dem BIOS Treiber, im gebooteten Linux aber nicht im GRUB - und da bleibt Karmic manchmal aus ungeklärten Gründen hängen.
Wenn der Koala allerdings mal bootet, ist er schon sehr schick. Leider bekomm ich die Daten die ich draufhaben möchte nur schwer drauf - Wechselmedien mag er nicht, und im Hausnetzwerk bekommt LittleBlue Kernelpanik. Es geht also weder das Netzwerk noch der Turnschuhdatenstrom so richtig. Wenigstens hab ich drangedacht, verschiedene Partitionen einzurichten - damit /home bei einer Neuinstallation nicht zwingend mit hops geht.

15.11.2009

LittleBlue läuft so lala auf 9.10. Richtig toll wars nicht, aber es geht. Wärs mein Produktivsystem, wäre ich ganz schön gegen die Wand gelaufen.  Die Releaseparty ist jetzt zu Ende. Auf OldGrey installier ich mir mal Debian Lenny. Mal sehen wie das läuft.


Samstag, 31. Oktober 2009

Ubuntu wird immer schlechter...

seit Version 7.04 verfolge ich Ubuntu nun, und jeder Release ist der schlechteste von allen. Ohne Witz jetzt, Ubuntu wird immer schlechter. Was denkt sich Canonical eigentlich, diese habgierigen Hyänen, ihr lausiges OS  unters Volk zu bringen, bevor nicht die größten Bugs ausgeräumt sind? Keinen Cent sehen die mehr von mir!
Warum funktioniert meine Hironysmatech Netzwerkkarte von 1989 nicht Out Of the Box? Und warum funktioniert der ATI - Treiber nicht mit einer Auflösung von 1256 x 342 mit einer Frequenz von 87,45 Hz auf meiner Nvidia GForce 3? Ich finde das sind berechtigte Wünsche, außerdem erwarte ich, das Compiz endlich mit vesa läuft, alsa fehlerlos funktioniert und endlich Microsoft Word 7 statt OpenOffice.org angeboten wird. Statt das Canonical mit dem fiesen Mark Shuttleworth an der Spitze (und warum schimpfen die Leute immer über die Steves von Apfel und Kleinweich?)  diesen berechtigten Forderungen nachkommt, wird auf Teufel komm raus der Releasezyklus eingehalten, ohne das auf diese eklatanten Bugs eingegangen wird. Statt endlich einmal ein Release wirklich einzuhalten, wie es die Stammlinie Debian so vorbildlich tut? Da wird eben noch auf Stabilität geachtet, und nicht auf reiserische neue Versionen von verbugter Software. Ich erwäge ernsthaft einen Wechsel auf ein ausgereiftes Betriebssystem oder eine Distribution, die komplett ohne Bugs auskommt. Bisher schafft das nicht mal das RL...

Im Ernst, ich versteh euch nicht. Wenn 9.04 "super" lief, warum seid ihr dann im Namen Gottes am Releasetag auf 9.10 gewechselt? Ich mein, wenn ich keine/größere Kinder hätte und grade Lust zum basteln, dann würde ich das vielleicht auch machen. Aber das ist was für Bastler - wer ein stabiles System möchte, wartet 2-3 Monate - dann sind die Bugs die sich aus sämtlichen exotischen Hardwarekombies ergeben und die sehr schwer zu testen sind nämlich draußen - zum größten Teil. Was ihr macht, ist durch geschlossene Glastüre springen und sich hinterher über Schnittwunden beklagen. Wenn ein System läuft, dann rühr ich es nicht an nur weil es ein neues Release gibt, es sei denn irgend etwas zwingt mich dazu. Aber Never change a running system ist nicht von ungefähr ein geflügeltes Wort unter den ITlern. Ich hab auf einem Lapi noch 7.10! Und es läuft super, alle Release danach haben Probleme gemacht - bleibt er eben auf 7.10. Meine "Produktivrechner" laufen auf 8.04 - da bleiben sie wahrscheinlich auch bis 10.04 (3 Monate nach release). Wer jede Distri sofort draufspielt wenn sie erscheint, ist ein Tester - Canonical kann es sich nicht wie MS leisten jede Combi im "Stable Nightly Build Test" vor dem Release zu prüfen - dafür seid ihr da, und bekommt das BS geschenkt - hart gesagt, ist aber so. Wer mehr Stabilität will, wartet einfach ab, und wer noch mehr will, nutzt Debian.
Ende der Durchsage.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Eine eigene Schriftart...

Ich suche seit längerem ein Programm, mit der man einfach Schriftarten erstellen kann, schon allein weil ich für mein Hobby immer wieder "Handschriften" verschiedener Personen brauche - und da wäre es schön, wenn verschiedene Charaktere unterschiedliche Handschriften haben. Ich hab mich ein bisschen umgesehen, ob es für Ubuntu was passendes gibt, aber das Angebot erschien mir etwas zu kompliziert - jedenfalls hab ich ein genial einfaches gefunden: unter der der Adresse http://www.fontcapture.com/ kann man in vier einfachen Schritten mit Hilfe des PCs mit Internetverbindung, eines Stiftes und eines Scanners ganz leicht eine TTF - Schriftart erstellen. Nach drei Versuchen hatte ich auch das erste brauchbare Ergebnis: simple hand, eine einfache Blockhandschrift, die man hier herunterladen kann. Ich habe die Schrift unter die Creative Commons Lizenz Attribution share alike 3.0 gestellt. von daher, viel Spaß damit.


Natürlich gibt es Schriftartensammlungen wie Sand am Meer - wer eine True Type Font (TTF) in Ubuntu einbinden will, hat zwei Möglichkeiten: entweder stellt man die Schrift systemweit zur Verfügung -  dann muss man sie nur unter /usr/share/fonts/truetype speichern, oder man will sie nur für einen Benutzer, dann im jeweiligen Homeverzeichnis unter ~/.fonts/truetype als Datei ablegen. 
Falls jemand eine Idee hat wie man eine echt geschwungene Handschrift erstellt, wäre ich dankbar. Bis dahin viel Spaß beim Experimentieren mit der Webseite und euren eigenen Schriften - und nicht vergessen, wer teilt hat selbst am Ende am meisten davon - daher wenn es geht, nehmt eine Creative Commons Lizenz...  
Lustig sieht es aus, wenn man die Schriftart als Systemschrift verwendet - das ist personalisieren auf einem sehr schönen Level:






Montag, 5. Oktober 2009

Äpfel und Birnen…

… kann man nicht vergleichen, so lehrt das Sprichwort. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Betriebssysteme unterschiedlicher Natur verglichen werden. So geschehen jüngst in onlinekosten.de. Dort wurde ubuntu mit dem Marktführer aus Redmond zumindest indirekt gegenübergestellt. Der Test war zwar erfreulicherweise relativ neutral und der Tester „offen“ für Linux – dennoch unterblieben nicht die Vergleiche, die man nicht „gewinnen“ kann – so sieht Gnome in ubuntu nicht so aus wie die GUI von Microsoft (ganz davon abgesehen das KDE und XCFE noch mal anders aussehen UND natürlich ihr Aussehen verändern können in einem für „normale“ Windowsnutzer ungeahnten Maße).

Hardwareunterstützung unter Linux

Bleibt der große Kritikpunkt mit der Hardwareunterstützung. Das ist auch wirklich ein Punkt, den man nicht außer Acht lassen darf – sehr exotische Hardware, das neuste vom neuen und antike Museumsstücke machen gerne Probleme, aber manchmal auch „Standardbauteile“ auch namhafter Hersteller. Hier ist eine Verbesserung dringend nötig – aber es liegt eben nicht nur an Linux, diese Situation zu verbessern – denn es ist extrem schwer, ohne Unterstützung des Hardwareherstellers im reverse engineering herauszufinden, wie ein Treiber gestaltet sein muss, um mit dem Gerät unter Linux zu funktionieren. Hier leisten populäre Distributionen wie openSuse, ubuntu und Debian durch ihre Verbreitung und den dadurch entstehenden Marktanteil, das Hersteller beginnen ihre Strategie zu ändern und Treiber anzubieten oder gar ihre Standards offen zu legen.
Dennoch gibt es auch immer wieder neue „Stolpersteine“, wenn z.B. Hersteller bestimmter Grafikkarten verhindern, das ihre Produkte mit denen der Konkurrenz zusammenarbeiten – das wäre in „offenen“ Treibern bestimmt nicht lange der Fall, und wenn ich eine solche Strategie fahre um meine technische Überlegenheit zu schützen, kann es mit letzterer nicht weit her sein. Das sind in meinen Augen Taschenspielertricks.

Hardwareunterstützung, die zweite (Was tun, wenn ich es kann?)

Je mehr „Pinguine“ auf verschiedenster Hardware ihren Lebensraum erkämpfen, um so mehr sehen sich die Hardwarehersteller genötigt, diesen Lebensraum so zu gestalten das er „einfacher“ wird. Von daher hilft es nichts, sich tagelang (eher nächtelang) mit trouble shooting zu befassen und danach läuft das entsprechende Teil. Hier ist noch nicht der Punkt erreicht, bei dem man mit sich zu frieden sein kann. Schritt 2 ist das multiplizieren des Wissens – was könnte sich besser eignen als das Internet? Ein eigener Blog, die eigene Webseite sind schon ganz nett – aber um wirklich solche Dinge unter die Linuxanwender zu bringen, eignen sich die entsprechenden zentralen Anlaufstellen. Ubuntuusers.de z.B. bietet sich für die Anwender von canonicals debianderivat ubuntu an – hier kann man im entsprechenden Wiki das „how to“ veröffentlichen, und es so allen zugänglich machen, die auch ein derartiges Problem belastet.
Zu guter letzt – egal ob die Hardware mit gefrickel läuft oder nicht, ist es sinnvoll dem Hersteller des Produktes darauf aufmerksam zu machen, das sein Gerät unter Linux zu Problemen führt – wenn man sie hat hängt man die Lösung in der Mail an. Nur so sensibilisiert man auch die Hersteller. Wenn in der Woche mehrerer solcher Mails aus allen Teilen der Welt ankommen (würden), muss die entsprechende Firma schon sehr dickfellig sein, wenn es nicht zumindest irgendwann einmal auch dort thematisiert wird. Leider ist das natürlich noch lange keine Erfolgsgarantie.

Unter Windows läuft alles besser

Ich sage das ist nicht so. Unter Windows gibt es meist bessere Treiber. Wenn ich aber versuchen müsste, einen Rechner ohne Treiber zum laufen zu bekommen – ich würde es lieber mit Linux versuchen, und das ist ein Erfahrungswert. Aber hier vergleicht man schon wieder – ich nutze Linux weil es „offen“ ist, im Sinne von quelloffen, offene Standards und weil es „frei“ ist, nicht zu letzt im doppelten Wortsinn. Ich halte es nicht für technisch überlegen, auch wenn ich Zweifel an der Überlegenheit von Windows habe.
Anders gesagt, ich würde Linux nutzen auch wenn es deutlich „schlechter“ als Windows wäre – allein weil ich es mag. In diesem Sinne – übrigens, auch wenn ich Saft pur trinke, habe ich mir sagen lassen das Apfelsaft besser schmeckt, wenn die eine oder andere Birne mit verkeltert wurde – fragen sie mal die Mosterrei ihres Vertrauens. Man kann also durchaus mischen, was man nicht vergleichen kann. Grub und Parallelboot bzw. eine Saftpresse machen es möglich.

Referenzlinks:
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/36060/0/Linux-vs-Windows-Windows-Nutzer-testet-Ubuntu
http://ikhaya.ubuntuusers.de/2009/09/30/ubuntu-wochenrueckblick-2009-39-1696/
http://ubuntuusers.de/

Montag, 21. September 2009

Der "leuchtende Luchs" kommt...

... vielleicht* als LTS Version. "Leuchtender Luchs / Lucid Lynx" lautet wie auf dem Atlanta Linux Fest von Mark Shuttleworth verkündet der Name von Ubuntu 10.04, der kommenden (möglicherweise)* LTS (Long Term Support) - Version der beliebten Linux - Distribution ubuntu. Erwartet wird LL 10.04 im April 2010.
Davor erscheint dem Releasezyklus folgend demnächst (Oktober 2009) noch "Karmic Koala" KK 9.10.
Generell bin ich ein Fan der "LTS zu LTS" - Strategie, aber es juckt mich jedes mal in den Fingern, "Intrepid Ibex" jedoch hätte ich sogar installiert (Computer wg. Hardwaredefekt verstorben), jedoch lief zwar das Livesystem von CD, aber nach der Installation hat der Computer eine falsche Taktung an den Monitor geliefert - d.h. kein Bild, auch nicht ohne grafische Oberfläche. Daher bin ich zurück zum "Kühnen Reiher" und hab gedacht, ich warte bis zur nächsten LTS... mal sehen ob ich dem knuddeligen Koala widerstehe und auf den (er)leuchtenden Luchs warte.

* da das neue Gnome eingebunden werden soll und versucht wird, die Releasezyklen von ubuntu und Debian anzugleichen, kann es sein das 10.04 kein LTS bekommt, dafür dann 10.10.

Donnerstag, 17. September 2009

Software die ich nutze: Avidemux (GTK)

Avidemux ist ein freies Programm zum schneiden und konvertieren von Videodateien, das unter der GPL veröffentlicht wurde. Lauffähig ist Avidemux unter Windows, Mac OSX und natürlich Linux. Das Programm und OTR (OnlineTvRecorder) ergänzen sich wunderbar. Damit will ich sagen, das ich (bisher) keinen professionellen Videoschnitt betreibe, sondern lediglich bei OTR aufgenommene Filme schneide und dann auf Festplatte ablege. Dazu habe ich mir mittels der "Übrigbleibsel" meines alten PCs und externer USB - Gehäuse meinen externen Fuhrpark auf drei Platten anwachsen lassen. Eine davon ist Backup, nur Backup, eine davon beinhaltet noch das Betriebssystem eines namhaften Softwareherstellers - immerhin hab ich die Lizenz - und die letzte ist für Videofilme. Es ist echt nett, eine kleine Sammlung von Filmen "mobil" zu haben, sprich auch mal am Laptop ansehen zu können. Klar, die Qualität reicht nicht an den Festplattenrecorder im Wohnzimmer, aber ich sag mal es reicht aus. Es ist auch ein unterschied, ob ich einen Actionfilm oder eine Dokumentation aufnehme. Außerdem ist die Version kostenneutral - ein weiterer Pluspunkt, wenn man ein Flatrate hat (Filme herunterladen) und den Strom den der Rechner braucht außen vor lässt.

Die Anwendung von Avidemux ist recht einfach, man setzt "Marker", kann damit Teile der Aufnahme markieren, und dann entweder ausschneiden oder exportieren - man kann Schritte von einem Bild gehen, Zeitwerte eingeben (für Schnittlisten), schwarze Bilder suchen lassen (werden oft vor und nach Werbeblöcken eingeblendet) und einiges mehr. Die GUI ist recht übersichtlich und man gewöhnt sich nach wenigen Versuchen daran. Man kann auch die Tonspur zur Bildspur verzögern oder nach vorne schieben - auch sehr wertvoll als Tool wenn man Aufnahmen hat, bei denen die Synchronisation aus irgendwelchen Gründen abhanden gekommen ist. Ein weiteres Tool ist das aneinanderhängen von Filmteilen zu einem Film. Neben der GUI ist es auch möglich, Avidemux über die Konsole zu verwenden. Wie bequem das ist, kann ich nicht beurteilen, das ich bisher immer mit der grafischen Oberfläche zu Rande gekommen bin.

Einlesen kann man verschiedene Formate, und mit den richtigen Codecs können sogar Flashdateien (Sorenson-H.263 und VP6) eingelesen und in "normale" Formate umgewandelt werden.

Fazit: Avidemux ist ein brauchbares Programm für den "normalen" Anwender, der Werbeblöcke aus aufgenommenen Sendungen schneiden will oder Dateien im Format umspeichern möchte.

Dienstag, 15. September 2009

Software die ich nutze: Tremulous

"Software die ich nutze: ..." soll eine neue Serie in diesem Blog werden. Wie berichtet, mangelt es mir ansonsten an Material, und zweitens will ich hier ja was einbringen.

Vorneweg das Outing: Ich bin Killerspielspieler. Seit Jahren, seit früher meiner Jugend, nutze ich Software, die meine Reaktionsfähigkeit herauf setzen, und wenn man den Stammtischpolitikern gewählten Volksvertretern glauben soll, mich zu einer gewaltbereiten Kampfmaschine mutieren lassen, die weder Ethik, Moral oder Grenzen kennt. Leichen pflastern meinen Weg. Irgendwie lief es bei mir anders, ich bin junger Familienvater, lebe glücklich in einer Ehe und zahle Raten für unser Haus mit Garten ab. Ich frage mich immer öfter was in meiner Erziehung schief gegangen ist, dass das passieren konnte. Sei es drum. Irgendwie habe ich noch nie den Drang verspürt nie dem inneren Drang nachgegeben, jemanden zu töten. Zudem kenne ich viele Arbeitskollegen, die auch Killerspiele spielen, darunter die wirklich bösen wie "CS", und keiner von denen lief bisher Amok - was unter den gegebenen Umständen erstaunlich ist. Vielleicht irrt der gemeine Nichtspieler, wenn er die Killerspiele so verteufelt. Sicherlich gehört das nicht in Kinderhände, aber das tun, Hand aufs Herz, manche Videos der heimischen DVD - Sammlung doch auch nicht oder? Ach, bei ihnen schon? Na da bin ich ja froh das es bei mir anders ist.

Zurück zum Thema, nachdem ich schon seit Stunden rumlabere: Tremulous ist ein 3D First person shooter bei dem es um Menschen gegen Aliens geht. Er ist frei verfügbar und läuft unter Windows, Mac OS X und Linux.
Die Grafik ist nicht der letzte Schrei - aber das Spiel macht mir sehr viel Spaß. Sowohl Menschen als auch Aliens können Dinge bauen, wie Spawnpunkte, Verteidigungsanlagen, Energieversorgung, etc... Dadurch ist jede Runde, auch wenn man immer die gleiche Karte spielt, potentiell anders. Das kommt auch durch den Mangel an Bots, d.h. die meisten Server sind reine "Mensch gegen Mensch" Server.






Das Bild habe ich frecher weise der deutschen Wikipedia entnommen, es steht unter der Creative Commons-Lizenz Attribution ShareAlike 2.5 und wurde von Bayo erstellt.


Probleme hatte ich mit Tremulous noch nie, außer das ich mal einen Alptraum hatte - aber das geht mir bei anderen Dingen auch so, die sicher nicht in die Kategorie Killerspiel gehören. Es gibt für das Spiel sehr schöne Maps, wobei ich gerne ATCS spiele - überschaubar, fair, und nicht zu groß. Leider spiele ich über WLAN und lebe auf dem Land - d.h. ich hab keinen berauschenden Ping. Natürlich liegt es daran, das ich ab und zu "pwnd" werde, ansonsten bin ich eigentlich voll 1337 - versteht sich.
Wer es versuchen möchte - nur zu, ich finde das Gameplay brauchbar, die Grafik akzeptabel, die Spannung groß und das Setting stimmig. Aliens kann ich nicht spielen, da bin ich zu schlecht - aber Humans stellt keine große Herausforderung da, campen das kann quasi jeder. Was mich zu einem Nachteil des Spiels bringt: Aliens sind schwer zu spielen und mit einen Scotch im Blut wird es noch schwerer - deswegen neigen offensichtlich viele dazu, Menschen zu spielen, was bei Servern die nicht auf ausgewogene Teams eingestellt sind, auch mal "zehn gegen drei" Situationen mit sich bringt. Manchmal sind diese drei dann so gut, das sie es eventuell mit der Übermacht aufnehmen - manchmal aber eben nicht. Von daher achte ich darauf, auf Server zu gehen, die auf "Balance" achten - auch wenn das bedeutet, das ich auf einen "Gameslot" warten muss.

Fazit: Schön gemachtes Spiel, das mir viel Spaß bereitet und von mir regelmäßig gespielt wird. Linux ist einfach mein Spiel- und Arbeitssystem.

Montag, 14. September 2009

Einen alten PC...

... hab ich mir geholt. Von einem Freund habe ich einen alten PC bekommen, der seine besten Zeiten gesehen hatte - bevor er ubuntu verpasst bekam. Ok, ich hab ihm statt 512 mb RAM 1024 mb spendiert, ein leiseres Netzteil eingebaut und einen schönen Prozessorkühler verpasst - alles aus meinem vorletzten Rechner - leider ging da das extrem leise "BeQuiet" - Netzteil und der Prozessor nicht mehr - sonst wäre daraus noch eine echte leise Rennsemmel geworden.
So ist der Computer etwas laut - aber nicht mehr wie ein anfahrendes Düsentriebwerk, und akzeptabel schnell.
Was ich damit mache weiß ich nicht genau - ursprünglich wollte ich einen kleinen Medien PC im Wohnzimmer - wo wir doch so einen hypereleganten LCD-megadiagonalen Fernseher mit VGA - Anschluss geschenkt bekommen haben (gekauft hätte ich mir so ein Teil nie) - aber da für ist er zu groß und zu laut.
Aber es fiel mir echt auf - das Ding - baugleich wie mein vor vorletzter PC - war echt noch solide gebaut und funktionierte trotz einiger Jahre auf dem Buckel noch tadellos. Es macht eben doch einen Unterschied, wenn man von Profi kauft und nicht bei Jupiter Hansa oder mediaX. Allein, die Kohle muss man haben.
Ich bin am überlegen ob ich das Ding meiner Tochter vermache oder irgendwo im Haus aufstelle. Ein Rechner mehr schadet sicher nicht.
Die Performance von ubuntu auf der Kiste ist gut - man hat nicht das Gefühl, einen Rechner von vorgestern zu benutzen. Dagegen können viele moderne kommerzielle Betriebssysteme nicht stolz sein - bei dem Performanceverschleiß fragt man sich manchmal, ob da nicht die Hardwareindustrie mit im Boot sitzt....

Rossmann hat ihn...

...den Ubuntu-PC von der Stange. Im Ernst. Nein, natürlich weiß ich das es auch andere Läden gibt, die mit oder ohne Erfolg PCs mit ubuntu oder Linux an sich vertreiben.
Aber zum ersten mal habe ich in einem Supermarkt einer Drogerie einen Linux-PC gesehen (in Deutschland wohlgemerkt), der als "Plug-and-Play" - Lösung angeboten wurde. Ich war positiv überrascht.


Hier der Link:
http://www.rossmann.de/DesktopModules/WebShop/shopexd.aspx?productid=63414&id=10&page=3

Im Rossmann - Onlineshop gibt es übrigens auch Windowsrechner und Rechner ohne Betriebssystem. Welch angenehme Überraschung....

Edit: Der Link geht wohl nicht -> Einfach unter Computer schauen, "PC Ubuntu" heißt das was ich meine...

Mal wieder was schreiben...

... sollte ich wirklich. Aber - es ist nichts los. Sicherlich, man kann sich über von-der-Leyensche Regelungswut auslassen,. oder darüber das wenn in der Münchner S-Bahn jemand tot geprügelt wird, sofort Killerspiele schuld sind, nicht etwa die Eltern der Täter, die Schule oder die Gesellschaft an sich. Oder die Stadt München vielleicht? Immerhin wars auch in München, als in der U-Bahn... aber lassen wir das. Ich hab wenig neues von der Linuxfront zu berichten, außer das ich stolz vermelde: mein Rechner läuft mit Hardy sehr, sehr gut.
Nichtsdestotrotz - ich werde diesen Blog wieder beleben, und eben über Dinge berichten, die neben meinem PC stattfinden. Man darf gespannt sein. Ich bin bald wieder zurück...

Donnerstag, 9. April 2009

Kälte schadet den Pinguinen

Gerade weil Tux jetzt Urlaub macht, kam mir in den Sinn, ihm einen schönen Urlaub zu wünschen, hoffentlich in warmen und, von der Schwimmgelegenheit abgesehen, trockenen Gefilden - aus gegebenen Anlass, denn mein letzter Gang in den Zoo offenbarte mir, das auch Pinguine unter dem langen Winter gelitten haben. So sind im Nürnberger Zoo mehrere Tiere im Zuge der feuchtkalten Witterung an einer Infektion verendet.
Von daher, lieber Tux, lass den tasmanischen Teufel mal ran und mach du schön Urlaub. Vielleicht auf den Kanaren - und komm dann wieder, wenn du dich richtig erholt hast. Wir freuen uns.

Quellen:
http://www.abendzeitung.de/bayern/79899

Freitag, 30. Januar 2009

Firefox pirscht sich ran

Laut der Süddeutschen Zeitung hat eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Fittkau und Maaß (W3B) ergeben, das der Marktanteil von Firefox beständig zunimmt. Wie die Zeitung in ihrer heutigen Onlineausgabe berichtet, kommt der Internet Explorer zwar immer noch auf 54 % Marktanteil bei den Anwendern, jedoch waren es vor wenigen Jahren noch etwas über 90 Prozent. Dadurch sei der Wettstreit der Browser dynamischer und spannender denn je. Angeblich soll bei den jeweils neusten Versionen der Browser der Firefox derzeit die Nase vorn haben (38% im Vergleich zu 37 % des IE).

Der Marktanalyse zu Folge kommen die Browser von Apple auf etwas über 3 %, Opera auf über 2 % und Googles Chrome auf knapp 1 %.
Die Umfrage wertete Angaben von über 100.000 Internetnutzern im Zeitraum Oktober und November 2008 aus.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/992/456659/text/