Freitag, 6. November 2009

33 % aller Netbooks laufen unter Linux

Heise berichtet heute, das weltweit ein Drittel aller Mini-Notebooks und mobilen Kleincomputer mit Linux betrieben wird. Dies habe eine Studie des Marktforschungsinstituts ABI Research ergeben.
Diese Meldung steht im Widerspruch zur Aussage Microsofts, das 96% aller Netbooks mit Windows XP laufen würden. ABI Research erklärt diese Diskrepanz mit der Tatsache, das Microsoft "nur" den nordamerikanischen Markt betrachtet habe, aber im asiatisch-pazifischen Raum, wo angeblich am meisten Netbooks verkauft werden, die Marktdominanz Microsofts weitaus geringer ist.
Böswillige könnten jetzt sogar behaupten, das eine repräsentative Umfrage in Redmond, Washington, habe ergeben, der Marktanteil von Microsoft sei auf dem Netbook Markt bei 99.8% - es ist eben alles eine Frage der Statistik. Wenn du sie nicht selbst gefälscht hast, dann traue ihr nicht.

Montag, 2. November 2009

Ich stelle vor: BigBlack

Nachdem ich schon Little Blue und Old Grey vorgestellt habe, bleibt der Rechner an dem ich gerade sitze - und eigentlich meistens sitze, sehr im Hintertreffen. Das liegt daran, das er ein Arbeitstier ist und keine Starallüren hat. Ein einfacher AMD 64 Athlon mit 2500 MHz, einer ATI Technologies Inc Radeon HD 3200 Grafikkarte, 160 GB Festplatte, 3 GB Arbeitsspeicher. Für mich reichts, toll ist aber anders.
Der Name ist Program, BigBlack ist ein monolithischer schwarzer Klotz, nur aufgelockert durch den "Powered by ubuntu" - Sticker.
Leicht verspielt wie ich bin hab ich die USB - Ports zur Lightshow genutzt, wenn ich an dem Rechner auch schon sonst nichts verändert habe:


Wie BigBlack normal bieder bei Tageslicht daherkommt, kann man hier sehen.

Sonntag, 1. November 2009

Meine Karmic Koala Releaseparty

Diese "Releaseparty" leiste ich mir, weil ich genug Rechner habe um sie durchzuziehen - wie man hier lesen kann bin ich eigentlich nicht der Freund von Updates am Releasetag und neige stark zum "LTS zu LTS - Sprung". Aber wie gesagt, was solls, ich habe genug Rechner, mehr als Bildschirme, und deswegen darf mein ältester, "OldGrey" genannt, ran. Auf dem Bild ist der Testkandidat zu sehen: Links "BigBlack", mein Produktivsystem auf 8.04 Hardy Heron, rechts daneben "OldGrey":




Die Rechnerdaten zu OldGrey:
- 512 mb Arbeitsspeicher
- Nvidia Geforce 5700 FX Grafikkarte
- D-Link W-Lan USB Stick
- AMD Athlon mit 1600 MHz
- Festplattenkapazität 37 GB

Wie gesagt, eine etwas betagte Maschine, aber darin liegt ja auch einer der Gründe, Linux zu benutzen: auch alte Hardware kann tolle Dinge tun.

01.11.2009 ca. 14:30h

Installation

Die Installation läuft anstandslos durch. Keinerlei Probleme, ext4 - Filesystem wird eingerichtet, ubuntu 8.04 wird von der Platte verbannt (komplette Platte verwendet). Ich geh derweil kurz mal raus - als ich wiederkomme, ca. 20 Minuten nach start der Installation ist alles vorbei und der Rechner bietet den Reboot an.

Erstes Hochfahren

Der neue Splashscreen ist schon sehr schick, hat etwas glamouröses und gleichzeitig vertrautes, wirkt irgendwie wie auf einer Bühne in einem Klub. Gefällt mir gut, auch wenn die Auflösung zu gering erscheint. Schnell das W-Lan einrichten - klappt super out of the box.

System einrichten

Das erste Problem (gelöst)

Die Auflösung ist schlecht, 800 x 600 pixel, das ist heute nicht mehr akzeptabel. Außerdem ist das Bild "versetzt" im Bildschirm. Nachdem ich im gnome Display manager die Frequenz auf 56 Hz gestellt habe, ist dieses Problem behoben.

Das zweite Problem (noch offen)

Bleibt die zu geringe Auflösung. Im gnome Display manager ist die Auflösung nicht höher einstellbar (wohl aber niedriger). Ich vermute ein Treiberproblem und versuche, 'Hardwaretreiber' aufzurufen - und bekomme die Meldung: "Dieses System verwendet keine proprietären Treiber" - gerade das möchte ich aber, denn mit dem Nvidia-Treiber ist zu erwarten, das die Auflösung weit höher möglich ist als ohne. Allerdings bietet mir ubuntu 9.10 keinen geeigneten Treiber an. Das Wiki von ubuntuusers.de rät mir, die Xorg.conf zu editieren und dort von Hand den Treiber einzutragen, obwohl ich mir sicher war, das es bei Karmic keine Xorg.conf mehr gibt - ich finde auch keine unter 

 /etc/X11/

Dennoch erstelle ich eine und trage den Wert "nv" als Treiber ein. Ein Reboot bleibt erfolglos, scheinbar lag ich richtig und Karmic ignoriert die Xorg. conf.

02.11.2009, früher Abend

Was nun?

Generell bin ich kein Linuxexperte. Ich kenn mich leidlich aus, aber bin kein "Crack" - daher tu ich was ich immer tue und weswegen ich ubuntu liebe: ich frage im Forum von ubuntuusers.de nach Hilfe. Genauergesagt am 2. November 2009 18:03. Bin gespannt wann die erste Antwort kommt und ob man mir helfen kann.

Derweil mach ich mich ein bisschen im Wiki schlau und probiere verschiedenes aus. Der Befehl  

 lspci | grep VGA


in der Konsole gibt zumindest aus, das er die Grafikkarte richtig erkennt:

01:05.0 VGA compatible controller: nVidia Corporation NV36 [GeForce FX 5700LE] (rev a1).
Also weiter im Text.
Bis Jaunty hat man das Paket  nvidia-settings herunterladen können, aber unter Karmic scheint es das nicht mehr zu geben. dafür gibt es jockey-gtk - etwas ominös steht in der Paketverwaltung, das man damit irgendwas an den Treibern drehen kann. Der Befehl

jockey-gtk

in der Konsole bringt tatsächlich etwas:
Es werden 2! Nvidia Treiber gefunden, die Versionen 173 und 96, erstere empfohlen. Ich versuche diese zu aktivieren. Irgendwie schmiert dabei das Programm für die Hardware-Treiber ab. Frustrierend, muss ich sagen. Ich versuchs mit

xkill

- ohne Erfolg. Gut, denke ich mir, dann eben neu starten - dies tut er brav, und findet jetzt auch ohne Konsolenspiele unter System->Systemverwaltung->Hardware-Treiber die Nvidia-Treiber. Freudig wähle ich den empfohlenen aus, dieser installiert sich, und ubuntu 9.10 will neu gestartet werden. Das ist sehr schön und richtig so - doch nach dem Neustart bleibt der Bildschirm schwarz. Erneuter Reboot - der Monitor geht in den Powersafe - Modus. Der X-Server von OldGrey hat mich verlassen wie es scheint! Für heute hab ich genug und bin leicht sauer. Wär das mein Produktivsystem, wär ich jetzt wirklich gefrustet, so bin ich milde angeödet. Ich bin von ubuntu schon besseres gewohnt.

03.11.2009, früher Morgen (5:20)

Nachdem OldGrey nichts enthält, was wichtig ist, installiere ich kurzerhand neu. Diesmal richte ich die Internetverbindung vor der Installation ein. Ich versuche auch, die proprietären Treiber, die er auf der LiveCD erkennt, jetzt schon anzuwählen. Die Installation dauert lange (über eine Stunde ) und ich werde mit Bug #452208 konfrontiert. Nach der Installation bietet er aber zumindest die Hardwaretreiber an, hat sie aber noch nicht installiert. Versuchen wir es also erneut, heute Abend. Jetzt muss ich zur Arbeit.

03.11.2009, früher Abend (20:00)

Versuche, OldGrey zu starten. Das Ergebnis ernüchtert: Black Screen, der XServer arbeitet nicht wie beim ersten mal. Wechseln in die Konsole ist nicht möglich. Entweder ich nehm die LiveCD oder ich installiere neu. Derzeit ist meine Motivation das zu tun eher gering. Die Freude auf Karmic ist deutlich gesunken.

06.11.2009 20:23 (Kinder im Bett, endlich)

Ich gebs mit OldGrey auf. Aber Karmic will ich noch eine Chance geben - auf LittleBlue diesmal. Hardy hat mich da nicht ganz überzeugt - irgendwie hat das W-Lan nicht immer geklappt. Mal sehen ob Karmic es da besser macht. Für OldGrey hab ich mir jetzt Debian Lenny ausgeguckt. Back to the roots also für OldGrey - ich wollte schon immer mal eine andere Distro probieren, und Debian ist mir sympathisch. Mal sehen ob ich intelligent genug bin es zu installieren.

06.11.2009, gegen 22:00

Karmic läuft - endlich - auf LittleBlue. Hier funktionieren die Grafiktreiber (Nvidia GForce3 mit Treiber Version 96. 4 Anläufe hab ich allerdings gebraucht, um eine funktionierende Installation hinzukriegen. Irgendwie ist der kleine Koala ziemlich - biestig.

Restliches WE, 07+08.11.2009

LittleBlue erkennt auf einmal USB - Wechselmedien nur noch sporadisch, Karmic neigt zur Kernelpanik und meine Labtech Tastatur funktioniert mit dem BIOS Treiber, im gebooteten Linux aber nicht im GRUB - und da bleibt Karmic manchmal aus ungeklärten Gründen hängen.
Wenn der Koala allerdings mal bootet, ist er schon sehr schick. Leider bekomm ich die Daten die ich draufhaben möchte nur schwer drauf - Wechselmedien mag er nicht, und im Hausnetzwerk bekommt LittleBlue Kernelpanik. Es geht also weder das Netzwerk noch der Turnschuhdatenstrom so richtig. Wenigstens hab ich drangedacht, verschiedene Partitionen einzurichten - damit /home bei einer Neuinstallation nicht zwingend mit hops geht.

Dieser Post wird noch erweitert.

Samstag, 31. Oktober 2009

Ubuntu wird immer schlechter...

seit Version 7.04 verfolge ich Ubuntu nun, und jeder Release ist der schlechteste von allen. Ohne Witz jetzt, Ubuntu wird immer schlechter. Was denkt sich Canonical eigentlich, diese habgierigen Hyänen, ihr lausiges OS  unters Volk zu bringen, bevor nicht die größten Bugs ausgeräumt sind? Keinen Cent sehen die mehr von mir!
Warum funktioniert meine Hironysmatech Netzwerkkarte von 1989 nicht Out Of the Box? Und warum funktioniert der ATI - Treiber nicht mit einer Auflösung von 1256 x 342 mit einer Frequenz von 87,45 Hz auf meiner Nvidia GForce 3? Ich finde das sind berechtigte Wünsche, außerdem erwarte ich, das Compiz endlich mit vesa läuft, alsa fehlerlos funktioniert und endlich Microsoft Word 7 statt OpenOffice.org angeboten wird. Statt das Canonical mit dem fiesen Mark Shuttleworth an der Spitze (und warum schimpfen die Leute immer über die Steves von Apfel und Kleinweich?)  diesen berechtigten Forderungen nachkommt, wird auf Teufel komm raus der Releasezyklus eingehalten, ohne das auf diese eklatanten Bugs eingegangen wird. Statt endlich einmal ein Release wirklich einzuhalten, wie es die Stammlinie Debian so vorbildlich tut? Da wird eben noch auf Stabilität geachtet, und nicht auf reiserische neue Versionen von verbugter Software. Ich erwäge ernsthaft einen Wechsel auf ein ausgereiftes Betriebssystem oder eine Distribution, die komplett ohne Bugs auskommt. Bisher schafft das nicht mal das RL...

Im Ernst, ich versteh euch nicht. Wenn 9.04 "super" lief, warum seid ihr dann im Namen Gottes am Releasetag auf 9.10 gewechselt? Ich mein, wenn ich keine/größere Kinder hätte und grade Lust zum basteln, dann würde ich das vielleicht auch machen. Aber das ist was für Bastler - wer ein stabiles System möchte, wartet 2-3 Monate - dann sind die Bugs die sich aus sämtlichen exotischen Hardwarekombies ergeben und die sehr schwer zu testen sind nämlich draußen - zum größten Teil. Was ihr macht, ist durch geschlossene Glastüre springen und sich hinterher über Schnittwunden beklagen. Wenn ein System läuft, dann rühr ich es nicht an nur weil es ein neues Release gibt, es sei denn irgend etwas zwingt mich dazu. Aber Never change a running system ist nicht von ungefähr ein geflügeltes Wort unter den ITlern. Ich hab auf einem Lapi noch 7.10! Und es läuft super, alle Release danach haben Probleme gemacht - bleibt er eben auf 7.10. Meine "Produktivrechner" laufen auf 8.04 - da bleiben sie wahrscheinlich auch bis 10.04 (3 Monate nach release). Wer jede Distri sofort draufspielt wenn sie erscheint, ist ein Tester - Canonical kann es sich nicht wie MS leisten jede Combi im "Stable Nightly Build Test" vor dem Release zu prüfen - dafür seid ihr da, und bekommt das BS geschenkt - hart gesagt, ist aber so. Wer mehr Stabilität will, wartet einfach ab, und wer noch mehr will, nutzt Debian.
Ende der Durchsage.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Eine eigene Schriftart...

Ich suche seit längerem ein Programm, mit der man einfach Schriftarten erstellen kann, schon allein weil ich für mein Hobby immer wieder "Handschriften" verschiedener Personen brauche - und da wäre es schön, wenn verschiedene Charaktere unterschiedliche Handschriften haben. Ich hab mich ein bisschen umgesehen, ob es für Ubuntu was passendes gibt, aber das Angebot erschien mir etwas zu kompliziert - jedenfalls hab ich ein genial einfaches gefunden: unter der der Adresse http://www.fontcapture.com/ kann man in vier einfachen Schritten mit Hilfe des PCs mit Internetverbindung, eines Stiftes und eines Scanners ganz leicht eine TTF - Schriftart erstellen. Nach drei Versuchen hatte ich auch das erste brauchbare Ergebnis: simple hand, eine einfache Blockhandschrift, die man hier herunterladen kann. Ich habe die Schrift unter die Creative Commons Lizenz Attribution share alike 3.0 gestellt. von daher, viel Spaß damit.


Natürlich gibt es Schriftartensammlungen wie Sand am Meer - wer eine True Type Font (TTF) in Ubuntu einbinden will, hat zwei Möglichkeiten: entweder stellt man die Schrift systemweit zur Verfügung -  dann muss man sie nur unter /usr/share/fonts/truetype speichern, oder man will sie nur für einen Benutzer, dann im jeweiligen Homeverzeichnis unter ~/.fonts/truetype als Datei ablegen. 
Falls jemand eine Idee hat wie man eine echt geschwungene Handschrift erstellt, wäre ich dankbar. Bis dahin viel Spaß beim Experimentieren mit der Webseite und euren eigenen Schriften - und nicht vergessen, wer teilt hat selbst am Ende am meisten davon - daher wenn es geht, nehmt eine Creative Commons Lizenz...  
Lustig sieht es aus, wenn man die Schriftart als Systemschrift verwendet - das ist personalisieren auf einem sehr schönen Level:






Donnerstag, 15. Oktober 2009

Labtechtastatur für Little blue

Little Blue, mein Wohnzimmercomputer, hat eine Leihtastatur bekommen - es handelt sich dabei um eine Labtec ultra-flat wireless desktop USB keyboard im Set mit Maus, das mein Arbeitskollege wie versprochen am Dienstag mitgebracht hat. Laut dem Wiki von Ubuntuusers.de ist es auf der Whitelist der Hardwarekomponenten, genauer gesagt funkioniert es "Out of the box" - ganz so wars nicht, ubuntu hat ein wenig gebraucht um sich an die kabellose Tastatur zu gewöhnen, aber es kann auch sein das die Tastatur einfach etwas Zeit gebraucht hat, bis alles "justiert" war - konfigurieren oder basteln musste man nicht, sondern nach einer Weile ging es einfach - sehr angenehm muss ich sagen. Ich teste die Tastatur jetzt noch ausgiebig, aber bisher bin ich zufrieden und angenehm überrascht. Es ist echt angenehm vom Sofa aus ohne Kabelsalat den Computer zu steuern. Am Standardtheme für ubuntu hab ich die Schriftart auf 12 pt gestellt, damit sie gut lesbar ist aus 4 Meter Entfernung.

Ich überlege ob sich ein spezielles Interface ala MythTV für Little Blue lohnt oder ob ich bei Gnome bleibe, vielleich mit Desklets.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Little blue

So hab ich den PC aus dem Sperrmüll genannt. Nicht, das er besonders klein wäre, es ist ein Miditower - aber im Gegensatz zu meinem Hauptrechner - ein monolithischer schwarzer Block, hat er eine recht verspielte Linienführung und ein verwegenes Design.





Gefunden habe ich:

  • Gehäuse
  • Netzteil, 300 W, brauchbar leise
  • Mainboard von MSI
  • Prozessor AMD Sempron 2800 MHz + Cool'n'Quiet - Kühler
  • DVD - Rom, Samsung 

Spendiert habe ich aus meinem Fundus für Elektronik:

  • 160 GB IDE Festplatte Samsung 
  • 1056 MB Arbeitsspeicher (DDR2)
  • Nvidia GForce 3
  • Blaue LEDs fürs Auge
Dafür musste ich teilweise meinen ZweitPC downgraden, aber Little Blue ist einfach schneller, leiser und hübscher. So sieht er im Dunkeln aus:



Sorry für die miesen Bilder, aber der Akku meiner Digitalkamera war ziemlich am Ende.

Installiert habe ich Ubuntu 8.04 Hardy Heron -  und meine Sammlung Mediendateien überspielt - angeschlossen ist er an unseren LCD-TV und macht sich da echt gut.


Was ich gerne noch hätte:

  • Wireless Tastatur und Maus (kommt noch)
  • WLan Karte, Stick oder Dongle (kommt auch noch aber später)

Tastatur und Maus bringt hoffentlich heute ein Arbeitskollege mit. Bin gespannt und werde weiter berichten.